Einführung in die Gay Community

Schwul zu sein oder generell der LGBTQIA-Community anzugehören ist heute nichts Außergewöhnliches mehr. Immer mehr und mehr Menschen können sich damit nicht nur anfreunden, sondern finden es toll, wenn Menschen ihr Selbst entdecken und sich einfach wohlfühlen, wie sie sind. Konservative Kräfte sträuben sich zwar, doch der gesellschaftliche Druck geht in eine eindeutig liberalere Richtung und es ist immer mehr möglich. Man muss sich nicht mehr verstecken, man kann offen als Gay Mann oder Gay Frau einen Partners suchen und Anschluss suchen.

Wo man als Gay Mann Anschluss finden kann

Internetportale und -plattformen

Das Internet ist die am meisten genutzte Erfindung der Weltgeschichte. Das kann man wohl nicht anders sagen. Viele Milliarden nutzen es jeden Tag mehrere Stunden. Nichts kommt da heran. Und wenn so viele Menschen vernetzt sind, kann man sie auch leichter finden, sich mit ihnen vernetzen und neue Bekannte, Freunde und auch Liebschaften kennenlernen. Und das gilt natürlich und allen voran für die Gay Community. Frauen und auch Männer finden dort Partnerschaften, Dates, Freundschaften und einfach jemanden zum Zuhören. Sie können sich ausdrücken und damit ist das gegenseitige Finden natürlich um einiges vereinfacht worden. Unser Tipp: gayboys.info

Auf verschiedenen Dating-Portalen speziell für Gay Männer kann man sich ein Profil erstellen und dann loschatten und sich treffen, wenn man sich das wünscht. Das ist der direkte Weg zu einem Kontakt, wofür auch immer man einen Kontakt haben möchte. Und wenn man sich mehr vorstellen kann, dann ist das doch perfekt.

Natürlich kann man auch auf anderen Plattformen und Seiten, wo Menschen ihre Persönlichkeit und ihre Meinung teilen, interessante Menschen kennenlernen. Immer mehr Menschen geben sich dort auch offen als Gay zu erkennen und so ist das Aufnehmen von Kontakt leicht, wenn diese Person für einen interessant erscheint. Einfach anschreiben und sehen, ob es funkt oder nicht. Aber Anschluss kann man dort auch so finden, auch in verschiedenen Gruppen.

Bars und Clubs

Der Klassiker seit Jahrzehnten. Bars und Clubs, die speziell auf die Gay-Community ausgelegt sind, waren schon immer Treffpunkte und Orte, wo man sich treffen, sich kennenlernen und ausloten konnte, wie weit man denn wohl gehen könnte und was wie wann funktioniert. Will man Anschluss finden und vielleicht auch einen Partner haben, so kann man hier Ausschau halten und sich selbst zur Schau stellen, natürlich von seiner besten Seite. Es kann dafür dienlich sein, sich in eine Bar oder einen Club zu begeben, in der oder dem man sich wohlfühlt. Man sollte entspannt sein, man sollte vollkommen man selbst sein, nicht verspannt und unsicher, denn so ist es schwieriger, offen auf fremde Menschen zuzugehen und das ist bei der Kontaktaufnahme nun mal unvermeidlich.

Einer entsprechenden Organisation beitreten

Ein guter Weg ist immer, direkt bei einer Organisation zu arbeiten, die die Sichtbarkeit und die Rechte von LGBTQ-Community und den Menschen vertritt. Hier kann du dich nicht nur für dein Anliegen und das Anliegen vieler anderer Menschen einsetzen, etwas lernen, sondern auch noch Menschen kennenlernen, die dasselbe tun wollen, die fühlen wie du und die vielleicht auch für Kontakt interessant für dich sein könnten. Hier gilt es, nicht nur teilzunehmen, weil man jemanden gerne mit nach Hause nehmen will, sondern dass es einem wirklich wichtig ist und dass das Kennenlernen nur ein netter Nebeneffekt ist. Es geht hier auch um andere, nicht um einen selbst.

Andere Veranstaltungen und auch Hobbies

Man kann auch bei anderen Veranstaltungen, auch auf Arbeit oder bei Hobbies Menschen kennenlernen, denen man sich anschließen kann, aber hier sollte man aufpassen, dass man niemanden vor den Kopf stößt, weil jemand etwas von einem will, was man nicht erwidern kann oder umgekehrt. Das kann natürlich höflich und direkt geklärt werden, aber menschliche Gefühle sind leider leicht verletzt und die Person enttäuscht.

Vorsicht im Urlaub

Innerhalb der Grenzen Deutschlands ist man vor staatlichen Maßnahmen sicher. Soviel sollte klar sein. Die ein oder anderen Menschen werden dieses Gay-Sein nie verstehen, finden es vielleicht auch nicht gut, aber viel mehr hat man kaum zu befürchten. Auch in Nordamerika, großen Teilen Südamerikas und Australien hat man nichts zu befürchten, weil Homosexuelle dort absolut gleichgestellt sind.

Türkei

Es sieht aber anders aus, wenn man zum Beispiel in die Türkei reisen möchte. Strafrechtlich hat man nichts zu befürchten, aber die orientalische und islamische Tradition können einem das Leben hier richtig schwer machen, wenn man als homosexueller Mann unterwegs ist und das offen zeigt. Jeder sollte sich da einen Gefallen tun, und sich zurückhalten, zur eigenen Sicherheit. Nicht jedes Land ist der LGTBQ-Community offen und tolerant.

Saudi-Arabien und Iran

In Saudi-Arabien und dem Iran (als zwei Beispiele) wird man mit dem Tode bestraft, was aber auch die Höchststrafe darstellt. Man kann auch mit Gefängnis, Schlägen oder Peitschenhieben bestraft werden. Im Iran trifft es Männer härter als Frauen, was auch auf einige andere Länder zutrifft.

[h3]Generell: Vorsicht im arabisch-muslimischen Raum[/h3]

Nicht alle Muslime sind homophob oder gar homofeindlich, aber die Staaten haben mitunter so schlimme Strafen verhängt, dass man es nicht riskieren möchte, solch eine zu kassieren, denn man kann nicht darauf vertrauen, dass die eigene Botschaft oder Regierung einen raushaut und in Sicherheit bringt. Lieber gar nicht erst zeigen und die Sitten und Gesetze des Landes beachten, in dem man sich aufhält, auch wenn es einem maximal auf die Nerven gehen sollte. Es ist zur eigenen Sicherheit geboten.

Liberale Demokratien als Ziel

Am sichersten sind liberale Demokratien, wenn man in den Urlaub fahren will und keinen Ärger mit seiner Gay-Identität haben möchte. Auch wenn Einzelne es nicht verstehen oder akzeptieren werden, wird einem kaum etwas passieren. Dort ist es wie in Deutschland. In Autokratien im Nahen Osten oder Afrika sieht es anders aus.

Am besten fragt man Bekannte, die Erfahrungen gemacht haben und schon selbst in den entsprechenden Ländern waren, in welche es einen ziehen mag. So fährt man immer sicher und wenn man sich vorher über das Land erkundigt (was man immer tun sollte, ob hetero oder nicht) und sich an Sitten und Gesetze hält, so kann einem nichts passieren. Also im Zweifel lieber einen Urlaubsflirt auslassen.

Schwulentreffs 2019

In der heutigen Zeit sind die Möglichkeiten einfacher denn je sich zu treffen. Unzählige Kommunikationskanäle sowie öffentliche Veranstaltungen haben ein rießiges Angebot geschaffen. Unabhängig von der Frage nach der allgemeinen Akzeptanz der Gesellschaft ist dies ein wahrer Fortschritt.
Online besteht eine große Vielfalt an Dating Apps. Man kann individuell angeben, welche Charaktereigenschaften man bevorzugt und welcher Typ optisch einem am meisten gefällt. Wer sich in unmittelbarer Nähe aufhält, wird gleich dazu angezeigt.
Die Nachteile von Online-Apps sind wie so oft im Netz, dass falsche Identitäten hinter den Profilen stecken können. Ein weiteres Problem besteht darin, dass billige Anmachen ungehemmter passieren können als in echt. Schnell werden Bilder von Geschlechtsteilen versendet ohne dass der andere User danach gefragt hat.

Apps und Online

Für schnelle Sex-Verabredungen sind Dating Apps bekannt und genießen deswegen auch bei vielen einen schlechten Ruf. Für andere hat es den Vorteil bequem von zuhause oder unterwegs mit jemandem Kontakt aufzunehmen und innerhalb kurzer Zeit sich zum Sex zu verabreden.
Es gibt auch das Gegenteil: Die meisten Menschen trauen sich nicht auf offener Straße jemanden anzusprechen und greifen daher lieber auf das Handy zurück. Sich nach und nach kennen zu lernen und die Vorfreude auf das erste Treffen zu steigern, verursacht einen schönen Gefühlskick. Jedoch kann langes Schreiben auch zu schlechtem Ergebnis führen: Wenn das konstruierte Bild des virtuellen Gegenübers so gar nichts mit dem echten zu tun hat. Eine Absage oder keine Rückmeldung nach langen Chatgesprächen schmerzt zudem mehr als eine Abfuhr nach kurzem Flirt im echten Leben. Dies ist ohnehin der größte Nachteil (manchmal auch Vorteil): die Anonymität im Netz lässt zu, dass man sich nicht mehr melden und nicht auf das Gegenüber empathisch reagieren muss.

Eine Webseite ist zum Beispiel gay-treffen24.com.

Offline

Das Kennen-Lernen ist auch im öffentlichen Raum leichter geworden: Großveranstaltungen wie zum Beispiel der Christopher Street Day (CSD oder Pride genannt)erweitern das Angebot. An solchen großen Events nehmen auch nicht mehr nur Homosexuelle teil. Auch viele Heteros besuchen die Parade (nicht vordergründig um ein politisches Zeichen zu setzen, aber einfach um Spaß zu haben). Das sollte doch ohnehin das Ziel sein, dass unabhängig von sexueller Orientierung ein gemeinsames Feiern ohne Vorbehalte möglich ist! Hier jemanden anzusprechen, ist oft nicht so schwer, weil eine gelöste Stimmung auf der Parade vorherrscht. Zudem führt der Konsum von Alkohol zu weniger Schüchternheit und Beklemmungen.
Heutzutage weisen sich viele Bars und Kneipen als „gayfriendly“ aus. Zudem veranstalten viele Vereinigungen und Organisationen spezielle Mottopartys, die die Gay-Community besuchen kann.

Das Klischee von öffentlichen Klappen als Treffpunkt ist gestrig. Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche. Wenn man sich keiner Szene zugehörig fühlt, kann man den Weg über die Dating Apps gehen. Andere, die sich auch als Teil einer Bewegung oder Community fühlen, besuchen öffentliche Veranstaltungen. Wie groß die Chancen im Vergleich zwischen on- und offline sind, Liebe oder reinen Sex zu finden, bleibt schwer zu beantworten.