Unterrepräsentierte Branchen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise erfasst sämtliche Lebensbereiche. Geschäfte müssen geschlossen werden oder Besucher dürfen nur mit einem bestätigtem Corona-Test den Laden betreten. Bekannt sind vor allem Branchen aus dem Reisebereich, dem Tourismus und dem Flugverkehr, die unter den fehlenden Kunden leiden. Dazu kommen fehlende Dienstleistungen im Sport- und Unterhaltungsbereich. Doch es sind nicht nur Fluggäste, sondern auch Waren, die auf der Strecke bleiben. Was ist mit den Branchen dort, die keiner so gut kennt beziehungsweise die in den Medien nicht so repräsentiert sind. Da sind zunächst die Institutionen, die eine Mittlerfunktion haben und quasi die Gesamtwirtschaft repräsentieren. Erstens sind es die Banken. Ohne Unternehmensneugründungen gibt es auch eine geringere Nachfrage nach Krediten.

An der Deutschen Bank in Frankfurt wenden sich die Anleger ab oder der DAX verliert innerhalb weniger Minuten ein Viertel seines Wertes. Überhaupt haben sämtliche Branchen wechselseitig darauf einen Einfluss, welchen Wert sie haben und in welche Richtung die wirtschaftliche Entwicklung an der Börse tendiert. Die Anleger haben Angst, dass die Unternehmen sich aufgrund der Corona-Krise nicht mehr rentieren und es zu Handelseinbußen kommt. Der Corona-Zeit könnte eine Rezession folgen und viele (Klein-) Unternehmen Konkurs anmelden. Kredite könnten dann nicht zurück gezahlt werden. Gleichzeitig bedeutet das, dass auch weniger Neugründungen von Unternehmen stattfinden werden, es sei denn sie setzen auf eine Geschäftsidee, die von der Corona-Krise profitiert. Die Europäische Zentralbank versucht aber mit einer Anpassung des Leitzins dagegen zu steuern und wieder mehr Anreize für Anleger zu schaffen und die Konjunktur zu stärken. Vielleicht gibt es zusätzliche Gründerseminare, die die Unternehmer mithilfe von digitalen Medien in ihrer Idee unterstützen wollen. Es wäre ein Kreislauf der Wirtschaft. Eine Idee braucht vielleicht einen Kredit und ein Kredit braucht eine Rückzahlungsmöglichkeit in Form eines Waren- und Lieferkreise beziehungsweise ausreichende Verkaufszahlen.

Wenn aber nun einzelne Unternehmen ausfallen und Flugtransporte oder Schiffslieferungen nicht mehr eingehalten werden können, dann kann es zu Problemen und Unterbrechungen in der Liefer- und Warenkette kommen. Wenn Geschäfte geschlossen sind, dann sollte das wieder ausgleichbar sein, wenn die Waren später wieder reichlich vorhanden sind beziehungsweise viele Kunden. Darauf hoffen solche Branchen, die in den Medien unterrepräsentiert sind Adidas hat Probleme mit der Lieferung von Vorprodukten, wie Textilien, aus China zur Herstellung von Endprodukten. In China reihen sich die Container-Schiffe in den Häfen und die Waren finden keine Anbieter, die diese dann abholen und nach Europa transportieren. Wenn 90 % des Handels durch die Seewege ausgeführt wird, dann sind Lieferengpässe offensichtlich. Manche Marken, wie Nikon, müssen neue Produkteinführungen (zum Beispiel Digitalkameras). Es kommt also auch zu einem technologischen Rückstand durch die Corona-Krise. Aber auch regionale Dienstleister wie der Escort Damen muss strenge Auflagen erfüllen.

Dadurch dass die Fahrzeuge stehen, wird das Öl billiger, wenn weniger Treibstoff verbraucht wird. Die OPEC möchte dadurch die Fördermengen reduzieren, sodass auch weitere politische Ambitionen dahinter stehen können. Aber wenn größere Ölkonzerne den Ölpreis nach oben oder unter drücken, dann können kleinere Ölförderer, wie in den USA in Texas, darunter leiden und möglicherweise Insolvenz anmelden.

Die am meisten betroffenen Branchen, wie Hotels, Gastronomie, Reisebüros und Reiseveranstalter, sind also auch von Branchen abhängig, von denen man weniger erwarten würde, dass sie in der Corona-Krise unter einem Verlust leiden und dadurch in den Medien unterrepräsentiert sind. Die Hoffnung auf einen Nachholeffekt soll aber die Liquidität wieder verbessern und Kredite könnten bei den Banken wieder getilgt werden. Insgesamt kann man die Präsenz in den Medien durch ein Nennen der Firmen und einem Offenlegen der eigenen oder anderer Waren- und Lieferketten erhöhen.

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