Was ist SM/Sadomaso

Was bedeutet Sadomaso (SM)? Das Wort Sadomaso ist eine Abkürzung für Sadomasochismus und bezeichnet eine bestimmte sexuelle Neigung. Sadomasochisten sind Menschen, die sexuelle Stimmulanz und Erfüllung hauptsächlich erleben indem sie beim Sex der Partnerin oder dem Partner Schmerzen zufügen (Sadisten) oder von ihr/ihm Schmerzen erleiden (Masochisten). Nach unterschiedlichen wissenschaftlichen Studien praktizieren zwischen 5 und 20 Prozent aller Erwachsenen, ganz unabhängig davon, ob sie heterosexuell oder homosexuell veranlagt sind, zumindest gelegentlich Sexualpraktiken, bei denen die Zufügung und Erduldung von Schmerzen eine Rolle spielt.

Bei den meisten von ihnen ist SM aber nicht zwingend notwendig, um sexuelle Befriedigung zu erlangen sondern wird lediglich zur Bereicherung des Sexuallebens, zu einem besonderen sexuellen „Kick“ eingesetzt, den beide (alle) Beteiligten wollen. Und spätestens seit „fifty Shades of Grey“ probieren Sadomaso auch Menschen, die sich das vorher nur mal ganz im Geheimen erträumt, aber niemals getraut haben.

Was ist beim Sadomaso erlaubt und was ist verboten?

Wurde früher das Praktizieren von Sadomaso-Praktiken als krankhafte oder zumindest abzulehnende sexuelle Störung betrachtet, hat die Wissenschaft mittlerweile erkannt, dass Sadomaso eine ganz normale sexuelle Vorliebe darstellt, solange sie im gegenseitigen Einvernehmen ausgeübt wird und es nicht zu ernsthaften körperlichen oder seelischen Verletzungen kommt. Beim Sadomaso-Sex gelten eigentlich nur drei ganz wichtige Grundsätze: Wie die Engländer sagen, muss er safe, sane und consensual sein, oder auf deutsch sicher, bei klarem Verstand und einvernehmlich.

Die Lust an Machtspielen und der Ohnmacht eines gewissen Ausgeliefertseins ist heute eine gar nicht seltene erotische Spielart, aber sie ist auf keinen Fall gleichzusetzen mit der abnormen und kriminellen sadistischen Veranlagung mancher seelisch gestörter Menschen, einen anderen Menschen gegen seinen Willen zu quälen und ihm Schmerzen zu bereiten.

Worauf muss bei Sadomaso-Spielen geachtet werden?

Natürlich kann es auch vorkommen, dass ein Sexspiel „im Eifer des Gefechtes“ außer Kontrolle gerät oder beim ausgelieferten Partner/Partnerin persönliche Grenzen überschreitet. Deshalb ist es sehr wichtig, ein Signal, also entweder ein Code-Wort oder eine Geste zu vereinbaren, die die Situation sofort beendet. Gerade wenn es sich nicht um Sexpartner handelt, die sich sehr intim kennen oder wenn zu den Sadomaso-Praktiken Fessel-und Knebelspiele, oder extreme Rollenspiele gehören, ist eine genaue vorherige Absprache unverzichtbar.

Wo kann man Sadomaso am besten ausüben?

Langdauernde Sexualpartner können ihrer Neigung natürlich folgen, wie und wo sie das wollen. Aber es gibt auch eine große öffentliche oder halböffentliche Sadomaso-Szene.

Ein großer Treffpunkt sind Sexchats. Zum Beispiel kann man im Sadomasochat mit live Sexcam sich ganz seinem Fetisch hingeben.

Daneben gibt es zum Beispiel Internet-Foren, Stammtische, Freundeskreise und natürlich auch Sadomaso-Clubs. Hier können sich Gleichgesinnte treffen, Paare ebenso wie Menschen auf der Suche nach einem Sexualpartner/einer Sexualpartnerin oder auch Menschen, die einmal eine andere Seite der Sexualität kennen lernen möchten. In den meisten der betreffenden Etablissements gibt es auch eine entsprechende Ausstattung wie Fesselapparate, Seile, Peitschen, Klemmen etc, sogar ganze Spielzimmer für alle möglichen Arten von Sadomaso-Spielen.

 

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